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Aktuelles

29.08.2017: Berge von Schrott
Ich möchte mich gern einmal vorstellen: Mein Name ist Tobias Klasen. Ich bin 29 Jahre alt und wohne seit 2008 in einer Außenwohngruppe mit sieben Mitbewohnern.

Seit 7 Jahren arbeite ich auf dem freien Arbeitsmarkt bei der Firma GDW Süd Sachsen. Die GDW ist ein Integrationsunternehmen und beschäftigt 25 bis 50 % Mitarbeiter mit einer erheblichen Schwerbehinderung. Hier werden Arbeitsplätze dauerhaft mit tariflichen oder ortsüblichen Konditionen angeboten. Wer mit uns zusammenarbeitet, trägt dazu bei, dass Menschen mit Behinderung ein sicherer und zukunftsorientierter Arbeitsplatz angeboten werden kann. Im Jahre 2000 wurde die Außenstelle in Leipzig eröffnet. Wir sind ein Team von 12 Mitarbeitern, davon haben 10 Menschen eine Behinderung.

Wir haben auch eine große Halle. Darin befindet sich eine Presse, in der Plaste zu großen Ballen gepresst wird. Diese wiegen zwischen 300 – 500 Kilogramm. Wenn wir 66 Ballen zusammen haben, werden diese mit dem LKW nach Hamburg befördert und von dort aus per Schiffscontainer nach China oder Japan verschifft.

Wir arbeiten aber auch viel im Freien. Es werden die LKW`s be- und entladen, sowie große Berge von verschiedenem Schrott getrennt und sortiert. Es ist eine körperlich schwere Arbeit, die mir aber sehr viel Freude macht. Meine tägliche Arbeitszeit ist von 7:30 bis 16:30 Uhr. Gegen 17:15 Uhr bin ich dann wieder zu Hause. Das ist ein sehr langer Tag. Zur Arbeit fahre ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wir recyceln alle elektrischen Geräte und verwerten Elektronikschrott. All diese Dinge kommen in großen Containern, auf Paletten oder in Gitterboxen mit LKWs und Sonderladungsträger. Der Elektronikschrott wird fachgerecht demontiert, zerlegt und entsorgt. Nach Abschluss eines Auftrages wird ein detaillierter Verwertungsnachweis ausgestellt. Wir vernichten auch Akten und Datenträger. Die Aktenvernichtung wird nach strengen Richtlinien entsprechend DIN vorgenommen. Dafür stellen wir unseren Kunden abschließbare Sicherheitscontainer in verschiedenen Größen zur Verfügung. Das zerkleinerte Papier wird dem Recycling zugeführt. Auch hier werden offizielle Vernichtungsprotokolle ausgestellt.

Außerdem machen wir eine „A- Check“- Prüfung. Dabei handelt es sich um eine Prüfung elektrischer Geräte und Betriebsmittel, die mit einem Stecker am Stromnetz verbunden sind. Diese werden mittels modernster Messmittel durch unterwiesene Personen unter Aufsicht einer Elektrofachkraft durchgeführt und lückenlos dokumentiert.

Am 10. Dezember 2014 machte ich meinen Staplerschein beim TÜV Süd in Schkeuditz und seitdem fahre ich ihn auch regelmäßig, was eine große Verantwortung ist und mir sehr viel Spaß macht.

T. Klasen/ K. Pörschmann
 
Redakteur: Michael Süßmilch
 
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